Die Stadt Deutschlandsberg besitzt seit dem Jahre 1985 eine rechtskräftiges Ortsbildschutzgebiet (LGBl. Nr. 14, Stück 3, 1986, Verlautbarung 30.1.1986). Die Abgrenzung des Schutzgebietes umfasst den Altstadtbereich Hauptplatz - Unterer Platz - Obere Schmiedgasse und zum Teil Untere Schmiedgasse, den öffentlichen Bereich an der Kirchengasse sowie die westlich an den Hauptplatz anschließenden Gebiete an der Glashüttenstraße und südlich davon bis zur Laßnitz.
Im Frühjahr 2006 erging vom Gemeinderat der Stadtgemeinde Deutschlandsberg der Auftrag, das bestehende Ortsbildkonzept zu überarbeiten und auch die Grenzen und Sichtbeziehungen des Schutzgebietes zu überdenken und zu überprüfen.
Dabei sind nicht nur die geschichtlichen Entwicklungen seit der erstmaligen Nennung eines gewissen Herrn von Lohnsberch im Jahre 1153 oder der Burg Deutschlandsberg im Jahre 1185 bis zum heutigen Tag zu berücksichtigen. Ziel wird es sein, gemeinsam mit der Stadtverwaltung und den Bürgern und Bürgerinnen der wunderschönen Stadt ein Ortsbildkonzept auszuarbeiten, welches Verständnis und Akzeptanz vermittelt und dabei wesentliche Komponenten unserer Zeit wie Wirtschaftlichkeit, Tourismus, Verkehr, Verkaufszahlen, Sinnhaftigkeit und Brauchbarkeit von Materialien sowie Modeströmungen und Kurzlebigkeiten in der Architektur berücksichtigt.
Anlässlich einer Ortsbildbesichtigung am 31. Mai 2006 wurde von der Ortsbildkommission für die Steiermark festgestellt, dass die Stadtgemeinde Deutschlandsberg gerade als wirtschaftlich sehr florierendes Bezirkszentrum über ein im Schutzgebiet insgesamt doch gepflegtes Erscheinungsbild verfügt, aus dem ablesbar ist, dass der Stadtgemeinde die Ziele des Ortsbildschutzes ein Anliegen sind
Auch darum bin ich fest davon überzeugt, dass es in Deutschlandsberg gelingen wird zu zeigen, wie durch sanftes Sanieren und vorsichtiges Hinzufügen von neuem ein Ortsbild entstehen kann, welches nicht nur dem Wandel unserer Zeit sondern auch dem Ortsbild von Deutschlandsberg gerecht wird, dass sich die Bewohner in ihrer Gemeinde wohl fühlen und die Gäste das Gefühl bekommen, dass sie willkommen sind und so auch gerne wiederkommen.